Ensemble Weltkritik: Gründlich gemütlich! Ein wilder Heimatabend

Was steckt eigentlich wirklich hinter den Volksliedtexten? Und warum sind sie so aktuell?

Hausschuhe an und hereinspaziert! Es wird gemütlich und heimatlich heimelig. Und es wird sehr musikalisch, denn Bettina Prokert und Maxim Hofmann versuchen sich als Ensemble Weltkritik am Volksliedgut. Schließlich versprechen sie einen Heimatabend. Einen wilden noch dazu. Denn nicht selten scheitern sie an der mangelnden Volkslied-Textkenntnis des Publikums aber auch an zu offensichtlichen politischen Bezügen: Ist „Horch was kommt von draußen rein?“ eine Anspielung auf aktuelle Einwanderungsdebatten? Oder geht es bei „Muss i denn zum Städtele hinaus?“ um übereifrige Gentrifizierung? Außerdem ist das Ganze viel ostiger geworden als geplant, verraten die Beiden. „Wir wollten die deutsche Seele zwischen Kants Königsberg und Beethovens Bonn erkunden und sind irgendwie eher zwischen Wurzener Erdnussflips und Schmalkaldener Nougatstangen gelandet“, geben sie dann unumwunden zu. Egal, es lohnt sich in jedem Fall.

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Rabimmel gleich im Doppel

Wenn einer bei einem anderen einzieht, weil er ausziehen musste, dann ist das von dem anderen gut gemeint. Allerdings wird es schwierig, wenn sich der eine dann als jemand entpuppt, der dem anderen gern erklären möchte, wie er zu leben hat. Was er zu essen hat. Wie er zu sprechen hat, zu denken hat. Es ist lustig, für die die zuschauen können - und politisch ist es natürlich auch, weil quasi ...