Freitag, 21. März 2025
Es war die erste Premiere nach dem ersten Corona-Lockdown – und das klingt, als sei das schon ewig her. Es war der Sommer 2021; vor gut vier Jahren also. Seither ist „Im Kühlschrank brennt noch Licht“ mit immer wieder aktualisierten Texten durchaus zum Kult im Kabarettkeller im Kulti geworden. Demnächst wird allerdings das Licht im Kühlschrank ausgeknippst; nur noch bis in den Spätsommer hinein werden sich Beate Laaß, Sophie Lüpfert und Felix C. Voigt an „Hertas Spätshop“ treffen. Und werden sich übers Gendern ärgern, über die zahlreichen Pro- und Gegendemos wundern, die an diesem Tag vor den Schaufenstern durch Dresden ziehen - und die drei werden dabei eine Menge Erhellendes ins gesellschaftliche Dunkel bringen. Mitunter bitterböse Pointen knallen hier statt der Sektkorken, denn irgendwie fehlt der Gesellschaft ja aktuell nicht nur die freie Sicht auf die Meinungsfreiheit, sondern an allen Ecken und Enden auch das Geld.
Wer das Stück aus der Feder von Philipp Schaller und Michael Frowin bisher noch nicht gesehen haben sollte, tut jedenfalls gut daran, diese letzten Chancen noch einmal zu nutzen. Auch bei der langen Nacht der Theater am 26. April wird „Im Kühlschrank brennt noch Licht“ zu erleben sein – als kleines Appetithäppchen sozusagen für dieses sehr politische Stück politisches Kabarett. Und natürlich für die Herkuleskeule insgesamt.
Von März bis in den Juli hinein läuft der Kühlschrank auf der Herkuleskeulenbühne in jedem Fall noch auf Hochtouren – und nach dem Sommertheater im August mit dem neuen Stück „Nur die Harten komm‘ in‘ Garten“ – auch noch im September. Dann zieht die Keule dem Kühlschrank quasi den Stecker. Und ja, da muss zum Abschied noch das augenzwinkernde Wortspiel erlaubt sein: In der Herkuleskeule läuft der Kühlschrank aus …
Jens Fritzsche
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